Route 66 Roadtrip: Der ultimative Leitfaden (Deutsch) (2024)

Sie gilt als die Mutter aller Straßen, führt fast 4000 Kilometer durch das Herz von Amerika von Chicago nach Los Angeles und steht dabei für Hoffnung, Freiheit und Abenteuer. Die Rede ist von der Route 66, der wohl bekanntesten Straße der Welt. Im folgenden Artikel erfährst du alles was du für einen Roadtrip über die legendäre Route 66 wissen musst.

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Durch welche Bundesstaaten führt die Route 66?

Die Route 66 führt durch 8 amerikanische Bundesstaaten. Die Staaten von West nach Ost sind…

  1. Illinois
  2. Missouri
  3. Kansas
  4. Oklahoma
  5. Texas
  6. New Mexico
  7. Arizona
  8. Kalifornien

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Was erwartet mich?

Die Route 66 führt durch verschiedene Zeit-, Klimazonen und Bundesstaaten. Entlang der Strecke findet man Wüstenabschnitte, Berge, Grünflächen, Flüsse, kleine Dörfer und große Städte. Früher fuhren Menschen über die Route 66, um von A nach B zu gelangen. Heute ist eher die Straße an sich das Ziel. Traurigerweise gibt es nicht mehr alle Geschäfte, die es früher an der Route 66 gab. Von manchen sind nur noch Überreste und Ruinen zurückgeblieben. Andere hingegen wurden renoviert oder sind sogar noch im Original vorhanden. So kann teilweise immer noch in den gleichen Restaurants bzw. Dinern gegessen und in den gleichen Motels übernachtet werden. Außerdem wurden an vielen Stellen Museen, Denkmäler, geführte Führungen und Touristenattraktionen errichtet, welche an die alte Zeit zurückerinnern. Einige der Sehenswürdigkeiten würden wir heute aufgrund der Neonbeleuchtung oder ihrer Art als kitschig bezeichnen. Alle sehenswerten Highlights entlang der Route 66 haben wir hier aufgelistet.

Geschichte

  • 1926

    Im Jahr 1926 wurde die Route 66 eröffnet.

  • 1930er

    Viele Menschen machten sich damals auf den Weg in den vermeindlich goldenen Westen, um dort ein besseres Leben zu führen. Vor allem in der Zeit der Sandstürme zwischen 1930 - 1936.

  • Bis 1938

    Bis ins Jahr 1938 wurde die Route 66 vollständig geteert.

  • 1949

    Im Jahr 1949 machte sich Na King Cole ebenfalls in den Westen auf. Während der Reise über die Route 66 schrieb er den Song "Get your Kicks on Route 66". Mehr dazu später.

  • 1950er

    In den 1950ern reisten immer mehr Familien in den Westen der USA, um dort Urlaub zu machen. Die Route 66 Stand für Movement (Bewegung) und Excitement (Begeisterung).

  • 1956

    Im Jahr 1956 unterzeichnete der Präsident Dwight D. Eisenhower den Interstate Highway Act.

  • 1962

    Schon im Jahr 1962 wurden Teile der Strecke aufgrund von schlechtem Zustand gesperrt. Der Verkehr wurde mehr und mehr auf die neuen Interstate Highways umgeleitet, auf welchen Trucks mit höherer Geschwindigkeit und auf mehreren Fahrbahnspuren fahren konnten.

  • 1985

    Im Jahr 1985 wurde die Route 66 offiziell aus dem US Highway System entfernt. Seitdem ist die Straße nicht mehr in Landkarten zu finden. Zusätzlich wurden alle Route 66 Hinweisschilder abgebaut.

  • 1987

    Im Jahr 1987 wurde die "Route 66 Association" gegründet. Sie versucht die Route 66 weiterhin am Leben zu halten.

  • Heute

    Heute findet der Alltagsverkehr größtenteils auf mehrspurigen Interstate Highways, wie z.B. dem I-40 statt. Dennoch können Touristen auf ca. 80 % der Originalstrecke ein Stück amerikanische Geschichte erleben.

Die beste Reisezeit für einen Route 66 Roadtrip

Die beste Reisezeit für einen Roadtrip auf der Route 66 liegt zwischen April und Juni und zwischen Mitte September und Oktober. Im Sommer (August) kann es sehr heiß werden, außerdem sind zu dieser Zeit die meisten Touristen unterwegs. Häufig macht sich dies auch durch höhere (Eintritts-)preise bemerkbar. Darüber hinaus ist in den Bundesstaaten New Mexico, Arizona und Kalifornien die sogenannte „monsoon season“. Hierbei sind plötzliche Niederschläge und starke Gewitter möglich. Diese führen vereinzelt zu Hochwasser, welches manche Teilstrecken der Route 66 unpassierbar macht. Auch der Winter sollte vermieden werden. Vor allem der Startpunkt Chicago ist für seine eiskalten Winter bekannt, aber auch der Rest der Route macht zu dieser Jahreszeit weniger Spaß. Des Weiteren werden die Passstraßen in New Mexico und Arizona häufig aufgrund von Schnee und Eis gesperrt. Einige der Museen, Motels und Restaurants entlang der Route 66 haben in der kalten Jahreszeit kürzere Öffnungszeiten oder bleiben ganz geschlossen.

Wo startet und endet die Route 66?

Die offiziellen Start- und Endpunkte wurden im Laufe der Zeit einige Male verschoben. Bei der Eröffnung im Jahr 1926 lag der Startpunkt auf dem Jackson Boulevard nahe der Straßenkreuzung zur Michigan Avenue. Vorsicht: Es handelt sich mittlerweile um eine Einbahnstraße. Um Diebstahl und Vandalismus vorzubeugen wurden die Schilder in mehreren Metern Höhe angebracht. Dies erschwert es leider Bilder zu machen.

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In Los Angeles lag 1926 der offizielle Start- und Endpunkt an der Straßenkreuzung Broadway und 7th Street in Downtown Los Angeles. Jedoch wurde in Santa Monica für Touristen am Santa Monica Pier ein „End of the Trail” Schild aufgebaut. Dort befindet sich auch der „Route 66 Last Stop Shop“ in welchem Andenken an die Reise erworben werden können.

In welche Richtung sollte man die Route 66 fahren?

Grundsätzlich lässt sich die Route 66 in beide Richtungen, also sowohl Richtung Westen als auch Richtung Osten, befahren. Wir empfehlen die Entscheidung von Faktoren wie Flugkosten, Mietauto Angeboten und sonstigen Faktoren (z.B. eine Veranstaltung in LA die du sehen möchtest und welche nur in einem bestimmten Zeitraum stattfindet) abhängig machen. Falls du jedoch keine der genannten logistischen Probleme hast, empfehlen wir die Route „westbound“ also von Chicago nach Santa Monica fahren, da dies den Weg der tausenden Menschen darstellt, die sich damals auf den Weg nach Kalifornien machten um dort ein besseres Leben zu führen. Wenn du genügend Zeit mitbringst kannst du die Route 66 natürlich auch in beide Richtungen fahren. Dadurch würdest du dir außerdem die One-way Gebühren für den Mietwagen sparen.

Welche Namen trägt die Route 66 noch?

  • Main Street of America
  • Will Rogers Highway
  • The Mother Road
  • U.S. Route 66
  • U.S. Highway 66

Ist die historische Route 66 beschildert?

Die kurze Antwort auf die Frage lautet: Manchmal.

Die historische Route 66 wurde offiziell aus dem Straßensystem der USA entfernt. Deshalb wurden einige Schilder abgebaut. Auch aus Landkarte verschwand die Straße. Nach und nach wurden in manchen US-Bundesstaaten Schilder aufgebaut, welche mit „Historic Route 66“ oder ähnlichem beschriftet sind, in anderen hingegen nicht. Teilweise sind diese Schilder auch irreführend. Auf dem Schild im Bild rechts steht z. B. „Dead End“ was auf Deutsch Sackgasse bedeutet. Jedoch handelt es sich dabei nicht um eine Sackgasse.

Das nur noch etwas mehr als 80 % der Originalroute befahrbar sind, macht es nicht gerade einfacher. Wer nur einen 5-6 Tage kurzen Trip plant, hat ohnehin nicht die Zeit viele Originalstücke abzufahren, sondern wird eher auf Interstates unterwegs sein. Wer aber einen Roadtrip plant, der länger als eine Woche andauert und somit die Zeit hat möglichst viele Originalstücke abzufahren, dem können wir das Buch „Route 66: EZ66 GUIDE For Travelers“ von Jerry McClanahan (*) ans Herz legen. Der Autor kennt gefühlt jeden Stein und jeden Winkel der Route 66 auswendig und beschreibt im Buch mit Text und Zeichnungen wie man die historische Route 66 findet. Zusätzlich empfehlen wir für das Finden von Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und Restaurants Google Maps.

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Sehenswürdigkeiten entlang der Route 66

Nachfolgend haben wir euch 30 Highlights und Sehenswürdigkeiten entlang der Route 66 aufgelistet die definitiv einen Besuch wert sind. Die Liste ist von Ost nach West sortiert. Solltet Ihr die Route 66 in die entgegengesetzte Richtung fahren müsst Ihr diese logischerweise von unten nach oben befolgen. Auf der oben stehenden Karte werden alle im nachfolgenden aufgeführten Sehenswürdigkeiten angezeigt. Bei Klick auf die Stecknadeln wird die genaue Adresse angezeigt.

Illanois

Historic Standard Oil Gas Station in Odell

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Die 1932 erbaute Standard Oil Gas Station war eine von vielen Tankstellen, welche Route 66 Reisende vor Zeiten des modernen Interstate Highway Systems mit Benzin versorgt haben. Tanken kann man an ihr heute zwar nicht mehr, jedoch lässt sich, dank einer Restauration, die alte Tankanlage noch heute bewundern. So bekommt man ein Gespür dafür wie Tankstellen in den 1930er Jahren ausgesehen und funktioniert haben. Als tolles Fotomotiv dient dieser Ort allemal, außerdem gibt es eine Ausstellung mit Erinnerungsstücken, sowie einen Geschenk- bzw. Souvenirshop.

Mural City in Pontiac

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In der Stadt Pontiac befinden sich insgesamt 23 Wandgemälde, die im Englischen als „Murals“ bezeichnet werden. Obwohl die meisten Gemälde auch aus dem Auto heraus sichtbar sind, würden wir empfehlen diese bei einem Spaziergang zu betrachten, da so die kleinen Details besser ins Auge fallen. Sowohl der künstlerische Stil an sich als auch die Geschichte hinter den Wandmalereien machen diese interessant.

Tipp: In vielen örtlichen Museen, z. B. dem „Route 66 Hall of Fame and Museum“, auf dessen Rückseite sich übrigens das größte Wandgemälde befinden, gibt es kostenlose Touristenführer. Alternativ lässt sich auch einfach den roten Fußspuren auf dem Bürgersteig folgen.

Paul Bunyon und der Hotdog in Atlanta

Diese 1966 erbaute, fast 6 Meter hohe Statue trägt einen gigantischen Hotdog in der Hand. Benannt nach der Figur aus amerikanischen Volksmärchen, Paul Bunyan, diente sie einst dazu Werbung für ein Restaurant zu machen. Der Rechtschreibfehler im Wort Bunyan/Bunyon wurde absichtlich eingebaut um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden. Die Statue ist ein Paradebeispiel für den Kitsch entlang der Route 66. Die Skulptur ist eine von mehreren sogenannten „Muffler Men“ entlang der Route 66, jedoch die einzige mit einem Hotdog in der Hand.

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Größter Planwagen der Welt in Lincoln

Im Englischen ist diese Sehenswürdigkeit als „World’s Largest Covered Wagon“ bekannt. Dieser riesige Planwagen hält den Guinness Weltrekord für den größten Planwagen der Welt. Er ist 12,2 Meter lang, 3,65 Meter breit und 7,6 Meter hoch und wurde 2001 durch David Bentley aus Eiche und Stahl erbaut. Auf der Bank des Wagens sitzt niemand geringeres als der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, Abraham Lincoln, bzw. eine ca. 3,7 Meter hohe Statue von ihm. In der Hand hält er ein Buch mit dem Titel „Law“ was auf Deutsch so viel wie „Gesetz“ bedeutet.

Old Chain of Rocks Bridge in Madison

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Nicht zuletzt wegen Ihres 22° Knickes in der Mitte gilt die 1929 eröffnete „Chain of Rocks Bridge“ als eine der interessantesten Brücken Amerikas. Filmkennern ist die Brücke sicherlich aus dem Science-Fiction Film „Escape from New York“, welcher im Deutschen „Die Klapperschlange“ heißt, bekannt. Heutzutage dürfen den Mississippi auf der Chain of Rocks Bridge nur noch Fußgänger und Radfahrer überqueren, so kann man in aller Ruhe über die Brücke schlendern, die Hinweistafeln lesen und den phänomenalen Ausblick genießen. Der Autoverkehr wurde auf andere Brücken, unter anderem die „New Chain of Rocks Bridge“ über welche der Interstate 270 führt, umgelegt.

Im folgenden Video bekommt ihr einen Einblick wie beeindruckend die Landschaft dort ist:

Video abspielen

Die größte Ketchupflasche der Welt in Collinsville

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Diese 52 Meter hohe gigantische Ketchupflasche ist eigentlich ein Wasserturm und wird im Englischen als „Brooks Catsup Bottle water tower“ bzw. als „The World’s Largest Catsup Bottle“ bezeichnet. Der Wasserturm wurde 1949 erbaut und besitzt ein Fassungsvermögen von etwa 100.000 Gallon (rund 379.000 Liter) was in etwa 640.000 Flaschen Ketchup entspräche. Einen kurzen Zwischenstopp, um ein Bild zu machen ist es auf jeden Fall wert, schließlich kann nicht jeder behaupten schon einmal die größte Ketchupflasche der Welt gesehen zu haben. Obwohl die Sehenswürdigkeit nachts beleuchtet ist, würden wir eine Besichtigung am Tag definitiv bevorzugen. Die offizielle Website und der Fanclub sind über folgenden Link zu erreichen: www.catsupbottle.com

Übrigens: Bei „Catsup“ und „Ketchup“ handelt es sich um ein und dieselbe Substanz. Einzig die Schreibweise ist unterschiedlich.

Missouri

Torbogen "Gateway Arch" in St. Louis

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Dieser 192 Meter hohe Torbogen aus Edelstahl wurde 1967 nach einer langen Planungs- und Bauphase auf der westlichen Seite des Mississippi Flusses in St. Louis eröffnet. Es handelt sich um eine Gedenkstätte, die errichtet wurde, um an das aufbrechen der Menschen in den Westen der USA zu erinnern, weshalb das Denkmal auch als „The Gateway to the West“ bezeichnet wird. Der Torbogen sowie das unterirdische Besucherzentrum sind für die Öffentlichkeit geöffnet. Vom höchsten Punkt des größten Torbogens der Welt hat man einen fantastischen Ausblick über den Mississippi und über die Skyline der Stadt St. Louis.

Meramec Brücke in Eureka

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Die im Jahr 1900 unter dem Namen „Votaw Bridge“ erbaute, 308 Meter lange und 10 Meter breite Brücke, wurde in ihrer kurzen Lebenszeit bereits 4 mal umgebaut. Um die Brücke zusammenzuhalten wird ein Konstrukt aus dreieckig angeordneten Stahlbalken eingesetzt. 1999 wurde in diesem Gebiet der „Route 66 State Park“ errichtet, wessen östlicher Teil durch die Brücke mit dem westlichen verbunden wurde. Hier gibt es einen Picknick Bereich, Wander- und Radweg, sowie eine Bootsrampe, welche den Zutritt zum Meramec Fluss ermöglicht. Im Oktober 2009 wurde die Brücke letztendlich aufgrund von Sicherheitsbedenken für alle Verkehrsteilnehmer geschlossen. 3 Jahre später wurde sogar der Fahrbahnbelag entfernt, weshalb heute von der „Meramec River US 66 Bridge“ nur noch die Brückenpfeiler und die Stahlkonstruktion zu sehen sind.

Zweitgrößter Schaukelstuhl der Welt in Fanning

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Dieser 2008 erbaute gigantische Schaukelstuhl ist eine weitere eher kitschige, aber dennoch sehenswerte Attraktion entlang der Route 66. Mit 12,8 Meter Höhe und 6 Meter Breite wurde er als weltweit größter Schaukelstuhl in das Guinness Buch der Rekorde aufgenommen (World‘s Largest Rocking Chair). Da dies eine Voraussetzung für das Guinness Buch der Rekorde war, konnte der Stuhl damals tatsächlich hin- und her Schaukeln. Kurz darauf wurde er aber aus Sicherheitsgründen dennoch fixiert. Normalerweise darf diesen Stuhl niemand beklettern und auf ihm Sitzen – außer an einem Tag im Jahr – dem „Picture on Rocker Day“

Heute ist der er nur noch der zweitgrößte Schaukelstuhl der Welt. Aktueller Titelträger ist der über 17 Meter hohe Rocking Chair in Casey, Illanois. Der Schaukelstuhl in Fanning wurde 2015 knallrot angestrichen und bekam einen neuen Namen: „Route 66 Red Rocker“. Ganz egal ob man ihn nun als „World’s Second Largest Rocking Chair“ oder als „Route 66 Red Rocker“ bezeichnen möchte, der Stuhl steht auch heute noch und ist definitiv einen Zwischenstopp wert.

Autokino "66 Drive-In Theatre" in Carthage

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Das 1949 eröffnete „66 Drive-In Theatre“ ist eines der wenigen noch übrig gebliebenen Autokinos an der Route 66. Auf dem Bild ist die Rückseite der Leinwand zu sehen, hinter welcher das beeindruckend große Kinogelände liegt. Nachdem das Autokino zwischen 1974 und 1998 geschlossen war, wurde es 2003 sogar in das National Register of Historic Places aufgenommen. Der Ton wird über eine spezielle Radiofrequenz ausgestrahlt und ist somit mit jedem normalen Autoradio empfangbar. Normalerweise ist das Kino ab dem ersten Aprilwochenende bis Mitte September geöffnet. Veranstaltungen finden auch bei schlechtem Wetter statt.

Genauere Infos zum Programm und den Öffnungszeiten sind auf der Website des „66 Drive-In Theatre“ zu finden: http://66drivein.com/

Kansas

Mit nur rund 20 Kilometern führt durch Kansas das kürzeste Segment der Route 66.

Litch Historical and Mining Museum in Galena

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Das „Litch Historical and Mining Museum” befindet sich in einem alten Bahnhofsgebäude in Galena. In dem Museum gibt es Ausstellungsstücke, die an die Geschichte der Stadt erinnern. So gibt es zahlreiche Bergbauutensilien, ein Modell der Grand Central Mine und sogar alte US Militärfahrzeuge.

Oklahoma

Hole in the Wall Conoco Station in Commerce

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Diese kleine, auch als „Allen’s Conoco Fillin‘ Station“ bekannte, Tankstelle entlang der Route 66 wurde 1929 oder 1930 erbaut. Um Kosten einzusparen wurde sie einfach an die bestehende Wand eines Gebäudes angebaut und hat somit hinten keine eigene Wand. Seit 2008 gibt es dort einen Geschenkshop und ein (sehr) kleines Museum.

The Blue Whale of Catoosa

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Der riesige Wal wurde in den frühen 1970ern von Hugh Davis aus zwei Gründen gebaut: Einerseits als Geschenk zum 34. Hochzeitstag an seine Frau, welche Walfiguren sammelte, andererseits sah er in einem Teich nahe seines Grundstücks Kinder schwimmen. Diesen wollte er ebenfalls eine Freude machen und entschloss den Wal mit Wasserrutschen auszustatten. Einige Jahre nach seinem Tod im Jahr 1990 wurde der blaue Wal von Catoosa renoviert. Auch wenn man in dem Teich heute nicht mehr Schwimmen darf, kann man dennoch ausgiebig das innere des Wales erkunden.

Arcadia Round Barn

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Normalerweise hat eine Scheune vier Seitenwände. Diese Scheune in Arcadia ist die einzige entlang der Route 66, die keine Ecken hat. „Barn“ heißt übersetzt Scheune. Somit könnte man zu dieser Sehenswürdigkeit im Deutschen wohl „Arcadia’s runde Scheune“ sagen. Sie wurde durch William Harrison Oder im Jahr 1898 erbaut und zählt somit zu einer der ältesten Touristenattraktionen an der historischen Route 66. Sie kann bis auf bestimmt Feiertage täglich besichtigt werden – manchmal finden hier sogar Veranstaltungen mit Livemusik statt. Die genauen Öffnungszeiten und Veranstaltungen sind der offiziellen Website zu entnehmen: http://www.arcadiaroundbarn.com

Milk Bottle Grocery in Oklahoma City

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Die “Milk Bottle Grocery” ist ein Lebensmittelgeschäft mit einer großen Milchflasche aus Metall auf dem Dach. Das 1930 errichtet Gebäude trug zunächst, aufgrund seiner dreieckigen Form, den Namen „Triangle Grocery“. Erst im Jahr 1948 wurde, um mehr Aufmerksamkeit auf den Store zu ziehen, die Milchflasche auf dem Dach installiert. Auch wenn in diesem Supermarkt keine Milch mehr gekauft werden kann, lässt sich das dreieckige Gebäude mit der Milchflasche auch heute noch besichtigen.

The Leaning Water Tower in Groom

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Ursprünglich handelte es sich bei dieser Route 66 Attraktion um einen voll funktionalen Wasserturm. Dieser auch als „Leaning Tower of Texas“ bezeichnete Turm wurde von Ralph Britten gekauft, um Werbung für seinen ehemaligen Autohof mit zugehörigem Restaurant zu machen. Zugegeben, ein sehr schlauer Marketingtrick, denn viele Route 66 Reisende hielten damals an, da sie ihren Augen nicht trauten. Leider ist der Autohof bei einem Brand zerstört worden. Der Wasserturm ist als eine der bekanntesten Route 66 Sehenswürdigkeiten bestehen geblieben. Mit seiner Neigung von nahezu 10° ist der Wasserturm in Groom sogar schiefer als der schiefe Turm von Pisa.

Das riesige Kreuz in Groom

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Die nächste Sehenswürdigkeit, welche den Namen „The Cross of our Lord Jesus Christ“ trägt, ist nur sehr schwer zu übersehen. Bereits aus 32 Kilometer Entfernung kann man dieses 58 Meter hohe freistehende Kreuz erkennen. In der nahen Umgebung befinden sich einige Statuen und Infotafeln, welche an die Geschichte von Jesus erinnern.

Palo Duro Canyon State Park

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Der Palo Duro Canyon State Park befindet sich nicht direkt an Route 66, sondern liegt ca. 30 Minuten südlich der Stadt Amarillo. Der Palo Duro Canyon ist der zweitgrößte Canyon der USA und wird auch als „Grand Canyon von Texas“ bezeichnet. Er ist ungefähr 193 km lang, bis zu 32 km breit und an der tiefsten Stelle 243 Meter tief. Der Park bietet geteerte Straßen, Picknikplätze, Rad- und Wanderwege, Zelt- und Campingmöglichkeiten, öffentliche Toiletten und Duschen und natürlich einen fantastischen Ausblick. Während in vielen amerikanischen Nationalparks Hunde verboten sind, sind die Vierbeiner im Palo Duro Canyon State Park übrigens erlaubt.

Cadillac Ranch in Amarillo

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Die Cadillac Ranch zählt zu den bekanntesten „roadside attractions“ entlang der Route 66. Hierbei handelt es sich um 10 Oldtimer der US-Automarke Cadillac welche mit der Front nach unten zur Hälfte in der Erde vergraben und bunt besprayt wurden. Das Kunstwerk wurde im Jahr 1974 von der Künstlergruppe „Ant Farm“ aus San Francisco errichtet und darf von jedem nach Lust und Laune besprüht werden. So wurden die Autos, bei welchen es sich übrigens um 10 unterschiedliche Modelle handelt, anlässlich des Todes von einem der Künstler komplett schwarz lackiert. Dieser Zustand hielt allerdings nicht lange an, da die Caddy Ranch schon bald darauf mit neuem Graffiti besprüht wurde. Wem der Name Cadillac Ranch bekannt vorkommt, hat möglichweise den Walt-Disney- und Pixar-Film „Cars“ gesehen oder den Song „Cadillac Ranch“ des Musikers Bruce Springsteen gehört. Die Sehenswürdigkeit befindet sich etwas außerhalb der Stadt Amarillo und ist rund um die Uhr geöffnet.

Route 66 Mittelpunkt in Adrian

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Dieses als „Route 66 Midpoint Sign“ bezeichnete Schild markiert den Mittelpunkt der Route 66. Von hier aus sind es sowohl nach Chicago als auch nach Los Angeles noch genau 1139 Meilen bzw. 1833 km. Wer Hunger hat kann sich im gegenüberliegenden Midpoint Café etwas stärken.

New Mexico

Mesalands Dinosaurier Museum in Tucumcari

In diesem Museum findet man eine Ausstellung, bestehend aus jeder Menge Infotafeln, Skelets und Fossilien aus der Dinosaurierzeit. Das Museum ist ebenso für Kinder geeignet, so gibt es beispielsweise einen Bereich für Kids in denen sie Knochen „untersuchen“ können. Nach eigenen Angaben wurde das Museum im Jahr 2000 eröffnet und wird von etwa 14000 Besuchern jährlich besucht.

Blue Hole in Santa Rosa

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Das “Blue Hole” liegt etwas östlich von Santa Rosa und ist ein glockenförmiger, mit glasklarem Wasser gefüllter, Naturpool. Er ist sowohl bei Badegästen als auch bei Tauchern ein sehr beliebtes Ziel. Während das Schwimmbecken an der Oberfläche nur 24 Meter Durchmesser aufweist, sind es am Grund ca. 40 Meter.

San Miguel Chapel in Santa Fe

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Die “San Miguel Chapel” gilt als die älteste Kirche des amerikanischen Festlands. Die Kirche wurde vermutlich irgendwann zwischen 1610 und 1626 von aus Mexico stammenden Tlaxcalan-Indianern erbaut. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Kirche mehrere Male zerstört und wiederaufgebaut. Auf Landkarten bzw. Stadtplänen wird sie auch manchmal als „San Miguel Church“ bzw. „St. Michel Church“ bezeichnet. Gleich um die Ecke steht übrigens das „De Vargas Street House“, das angeblich älteste Haus der USA.

Arizona

Standin' on the Corner Park in Winslow

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In Gedenken an den Song “Take it Easy“ von Jackson Browne und Glenn Frey wurde 1999 der „Standin‘ on the Corner Park” in Winslow, Arizona errichtet. Der Song, wessen bekannteste Aufnahme von den Eagles stammt, enthält den Vers „Well, I’m a standin‘ on a corner in Winslow, Arizona and such a fine sight to see. It’s a girl, my Lord, in a flatbed Ford slowin’ down to take a look at me.”. Im Park befindet sich unter anderem eine Statue, welche ein Gitarre in den Händen hält, den roten Ford und auch das Mädchen aus dem Song. Ein Pflichtstopp für alle Eagles Fans.

Meteor Crater

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Ein paar Minuten abseits der Route 66, etwa 30 km westlich von Winslow liegt der Einschlagspunkt des Meteoriten Canyon Diablo. Aufgrund des Wüstenklimas ist er trotz seines alters von rund 50000 Jahren sehr gut erhalten. Benannt nach dem Bergbauingenieur Daniel Moreau Barringer, welcher den Krater im frühen 20. Jahrhundert untersuchte, wird er auch Barringer-Krater genannt. Der Krater hat einen Durchmesser von etwa 1200 Meter, ist 180 Meter tief und wird von einem 45 Meter hohen Rand umgeben. Am Kraterrand befindet sich heute ein Geschenkshop, Museum und Besucherzentrum, welches auch geführte Begehungen des Kraters anbietet.

Kalifornien

Geisterstadt Calico

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Die Stadt Calico war damals aufgrund ihrer vielen Minen sehr beliebt. Viele Jahre lang wurde hier erfolgreich eine große Menge Silber abgebaut. Zu den Hochzeiten der Stadt lebten hier über 1000 Menschen. Mitte der 1980er Jahre verlor das Silber stark an Wert und immer mehr Menschen zogen fort. Zurückgeblieben ist eine Geisterstadt. Auch heute kann die Ghost Town Calico noch besichtigt werden. Es gibt ein Museum, einen Campingplatz und Samstagnacht sogar eine Geisterführung (Ghost Tour).

Elmer's Bottle Tree Ranch

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Die mehreren Hundert Bäume in diesem Wald bestehen aus einem Baumstamm aus Metall an dessen Ästen bunte Glasflaschen in allen Variationen und Farben hängen. Auf der Spitze der Bäume befinden sich Spielzeuge, Geweihe, eine Ampel und jede Menge weiterer Krempel. Je nach Windrichtung und Sonnenstand ergeben sich andere Geräusche und Lichtreflexe. Auch wenn es komisch klingt ist diese Kunstausstellung definitiv einen Besuch wert.

McDonald’s Museum in San Bernardino

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Im Jahr 1940 wurde hier das erste McDonald’s Restaurant durch die Brüder Richard (Dick) and Maurice (Mac) McDonald eröffnet. Heute befindet sich hier ein Museum, in welchem alte Speisekarten, Werbung, Logos, Spielzeuge und Infotafeln zu finden sind. Eine Fundgrube für Kinder und Fastfood Fans. Der Eintritt ist frei.

Cucamonga Service Station in Rancho Cucamonga

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Die Tankstelle wurde im Jahr 1915 in Cucamonga eröffnet. Genau 100 Jahre später im Jahr 2015 wurde sie restauriert und als Museum wiedereröffnet. Diese „roadside attraction“ zeigt eindrucksvoll wieviel sich in den letzten 100 Jahren verändert hat.

Coole und originelle Unterkünfte

In der folgenden Aufzählung geht es weder darum die günstigsten, noch die teuersten, noch die Unterkünfte mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis, sondern die coolsten und originellsten Unterkünfte zu finden. Hierbei handelt es sich größtenteils um Unterkünfte, welche schon damals zur Blütezeit der Route 66 existiert haben und durch besondere Eigenschaften hervorstechen. Auch diese Auflistung erfolgt von Ost nach West.

Wagon Wheel Motel in Cuba, Missouri

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Nach eigenen Angaben ist das Wagon Wheel Motel in Cuba das älteste durchgehend betriebene Motel an der Route 66. Im Jahr 1938 wurde das Motel aus Stein und Mörtel erbaut, um den damaligen Sandstürmen standzuhalten. Im Jahr 2010 wurde das Motel renoviert und mit WLAN und TV’s ausgestattet. Außerdem gibt es einen Souvenirshop, sowie eine Feuerstelle.

Munger Moss Motel in Lebanon, Missouri

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Wie viele Motels zu Lebzeiten der Route 66 versucht auch das Munger Moss Motel mit einer riesigen Neonreklame auf sich aufmerksam zu machen. Als das Hotel im Jahr 1946 gebaut und eröffnet wurde bestand es aus nur 14 Zimmern, welche jeweils aus einem freistehenden Gebäude mit einer anschließenden Garage bestanden. Heute sind es 44 Zimmer, geschmückt mit Andenken und Fundstücken aus der Blütezeit der Route 66.

Blue Swallow Motel in Tucumcari, New Mexico

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Ähnlich wie das Munger Moss Motel hat auch das Blue Swallow Motel in Tucumcari eine unübersehbare blaues Neonreklame vor der Tür. Ebenso bestehen die Zimmer aus einzelnen Einheiten, welche durch Garagen abgetrennt sind. Obwohl das Motel schon im Jahr 1939 erbaut wurde, ist es dank einer Restauration im Rahmen des „Route 66 Corridor Preservation Program“ top in Schuss.

Wigwam Village Motel #6 in Holbrook, Arizona

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Dieses Motel gleicht optisch wohl eher einem Indianerdorf, denn jedes Zimmer besteht aus einem eigenen Gebäude aus Beton und Stahl, allerdings in Form eines Indianerzelts. Die 8,5 Meter hohen Zelte sind jeweils mit einem Doppelbett, einem Badezimmer, Fernseher, Klimaanlage und Heizung ausgestattet. In den 1930ern und 1940ern baute die Motelkette „Wigwam Motels“ insgesamt 6 Indianerdörfer in den Vereinigten Staaten auf. Heute sind davon noch 3 „Wigwam Villages“ übriggeblieben, wovon sich 2 an der Route 66 befinden.

Durch welche Zeitzonen führt die Route 66?

Die Route 66 führt durch insgesamt drei Zeitzonen. Dies sollte man vor allem im Auge behalten, wenn man z. B. ein Theaterstück zu einer bestimmten Zeit besuchen will oder der Check-in im Hotel erst ab einer bestimmten Zeit möglich ist. Im nachfolgenden haben wir die 3 Zeitzonen und die US-Bundesstaaten, in welchen diese gelten aufgelistet. Wer sich unsicher ist kann auch z. B. einfach nach „Zeit in Missouri“ googeln und bekommt die aktuelle Zeit an diesem Ort angezeigt.

  • Central Time Zone in Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma und Texas
  • Mountain Time Zone in New Mexico und Arizona
  • Pacific Time Zone in Kalifornien

Sollten Unterkünfte im Voraus gebucht werden?

Auch bei dieser Frage spielen die persönlichen Präferenzen eine Rolle. Generell ist es nicht zwingend erforderlich die Unterkünfte bereits im Voraus zu buchen. Nicht vorbuchen gibt einem die gewisse Freiheit, auch mal länger an einem Ort zu bleiben zu können, der schöner ist als erwartet.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen und Situationen in denen wir das Vorher buchen auf jeden Fall empfehlen:

Die erste Nacht

Unabhängig davon, ob ihr euren Route 66 Roadtrip in Chicago oder in Los Angeles startet empfehlen wir euch mindestens die erste Nacht, besser noch den kompletten Aufenthalt in dieser Stadt im Voraus zu buchen. Dies hat mehrere Gründe: Es ist meist genug Stress sich mit dem ganzen Gepäck am Flughafen zurechtzufinden, durch die Zollkontrollen zu marschieren und anschließend den Weg in die Stadt zu finden. Noch weniger Spaß machte es in diesem Tumult noch ein Hotel zu suchen, was in Millionenstädten wie LA oder Chicago je nach Saison und Veranstaltungsprogramm ohnehin nicht einfach ist. Oftmals muss auch gegenüber den US-Einwanderungsbeamten am Flughafen eine vorübergehende Wohnadresse in den USA angeben werden.

Zur Hochsaison, bestimmten Veranstaltungen oder Feiertagen

In der Hochsaison, bei Events mit vielen Besuchern und bei Feiertagen, wie z. B. dem „Memorial Day“ empfehlen wir die Unterkünfte bereits vorher zu buchen. Da es sich bei letzterem um ein verlängertes Wochenende Ende Mai handelt, sind viele Menschen auf der Route 66 und somit auch in den Hotels und Motels unterwegs.

Wenn Geld eine Rolle spielt

Dank diverser Vergleichsplattformen (z. B. booking.com) können sowohl der Preis als auch die Bewertungen von anderen Gästen im Voraus miteinander verglichen werden. Hierbei lässt sich der ein oder andere Euro sparen.

Wer entspannt Reisen möchte

Stell dir vor du bist mit dem Motorrad unterwegs, du wirst langsam müde, dir ist kalt und du hast Hunger. Mittlerweile ist es dunkel. Nachdem alle Unterkünfte in dieser Stadt belegt sind, muss du noch 30 Minuten in die nächste Stadt fahren, um es dort zu probieren. Diese Situation wird nur vereinzelt oder vielleicht gar nicht vorkommen. Wer sie aber auf alle Fälle vermeiden möchte, sollte die Unterkünfte bereits im Voraus buchen. Hierbei spielt natürlich auch die beteiligten Personen eine Rolle. Eine Gruppe abenteuerlicher Menschen in ihren 20ern wird dies lockerer hinnehmen als eine Familie mit 2 quengelnden Kindern auf der Rückbank.

Glücklicherweise gibt es eine Kompromisslösung: Da mittlerweile so gut wie alle Hotels und Motels über WLAN verfügen, ist es möglich von dort aus jeweils immer nur die nächste Nacht vorzubuchen. So bleibt man flexibler und hat dennoch die Sicherheit in der nächsten Nacht ein Dach über dem Kopf zu haben.

Wie viel Zeit wird für einen Route 66 Roadtrip benötigt?

Die Frage, wie viel Zeit für einen Route 66 Roadtrip benötigt wird, lässt sich natürlich pauschal nicht beantworten. Offiziell wurde die Straße durch das Interstate System der USA abgelöst. Noch etwa 80 % der alten Route 66 sind befahrbar. Jedoch gleicht diese teilweise einem Feldweg, auch Schlaglöcher und andere Beschädigungen des Fahrbahnbelags sind manchmal vorhanden, weshalb man auf den Interstates deutlich schneller unterwegs ist. Bei der Frage nach der Zeitdauer für einen Roadtrip kommt es also darauf an, wie genau man der Originalroute folgen möchte. Natürlich kommt es auch darauf an wie lange man pro Tag im Auto oder auf dem Motorrad sitzen möchte und ob man Sehenswürdigkeiten lieber etwas detaillierter erforschen oder nur kurz im Vorbeifahren einen Blick darauf werfen möchte. Relevant sind auch die Schlafgewohnheiten (Stichwort: Langschläfer) und ob man Trips machen möchte, die nicht direkt Teil der Route 66 sind. Hierzu zählen z. B. ein Tagestrip zum Grand Canyon oder nach Las Vegas. Des Weiteren sind die Start- und Zielstädte Chicago und Los Angeles zwei sehr sehenswerte Städte mit beinahe unendlich vielen Tourismusattraktionen.

Generell würden wir für einen Route 66 Roadtrip mindestens zwei Wochen empfehlen. Ideal sind jedoch drei bis vier Wochen.

Bestes Verkehrsmittel für einen Route 66 Roadtrip

Zu den drei gängigsten Verkehrsmitteln für einen Route 66 Roadtrip zählen Auto, Wohnmobil und Motorrad. Bei vielen Fahrzeugvermietern gibt es die Möglichkeit das KFZ an Standort A (z. B. Chicago) abzuholen und an Standort B (z. B. Los Angeles) wieder abzugeben.


Das Motorrad ist für viele das Fahrzeug mit dem größten Spaßfaktor. Auf der anderen Seite sind Motorradfahrer dem Wetter schutzloser ausgeliefert und haben bei einem Unfall schlechtere Karten als Autofahrer.


Autos und Campingwagen bieten den Vorteil das auch Kinder mitreisen können. Außerdem können sich mehrere Fahrer abwechseln. Wohnmobile punkten zusätzlich mit dem Fakt, dass man darin schlafen und teilweise auch kochen kann. Aber Achtung, in den USA ist es nicht erlaubt einfach auf dem nächstbesten Parkplatz oder am Straßenrand zu campen. Ihr müsst dazu auf einen Campingplatz fahren. Jede Menge kostenloser und kostenpflichtiger Campingplätze findet ihr auf www.freecampgrounds.com


Wir würden empfehlen bereits von Zuhause aus ein Fahrzeug zu reservieren. So können in aller Ruhe die Modelle, Gebühren und das Kleingedruckte miteinander verglichen werden. Bekannte Anbieter sind Avis, Hertz, Alamo, Enterprise, USA Rentals, und Cruise America.

Kann man die Route 66 mit dem Fahrrad befahren?

Die Route 66 mit dem Fahrrad befahren. Ist das möglich? Ja, allerdings sollten sich Fahrradfahrer der folgenden Punkte bewusst sein:

  1. Es handelt sich, bis auf wenige Ausnahmen, um eine Straße für PKW’s und LKW’s. Im Falle eines Unfalls hat man als Fahrradfahrer eher schlechte Karten.
  2. Manche Streckenabschnitte sind gesperrt und wurden durch Interstate Highways ersetzt. Auf diesen sind Fahrradfahrer nicht erlaubt. Fahrradfahrer müssen also durchaus einige Umwege in Kauf nehmen.
  3. Da die Route 66 streckenweise durch die Wüste führt sollten die Wasservorräte auf keinen Fall zu sparsam gewählt werden.
  4. Auf dem Fahrrad ist man der Natur hilfloser ausgeliefert als mit einem Auto (Unwetter, Tiere, etc.)
  5. Auf manchen Streckenabschnitten gibt es längere Zeit keine Hotels. Sei also darauf vorbereitet in freier Wildbahn campen zu müssen.

Zusammengefasst ist es durchaus möglich die Route 66 mit dem Fahrrad zu erkunden, wenn man sich der oben aufgelisteten Hinweise bewusst ist und die Reise sorgfältig plant. Sportlichkeit und Ausdauer werden natürlich ebenfalls vorausgesetzt.

Historische Restaurants entlang der Route 66

Cozy Dog Drive In in Springfield, Illinois

Route 66 Roadtrip: Der ultimative Leitfaden (Deutsch) (38)

Der Cozy Dog Drive In ist ein seit 1946 geführtes Familienunternehmen. Es ist bekannt für seinen einzigartigen „Cozy Dog“. Es handelt sich um einen frittierten Hotdog am Spieß. Der „Cozy Dog Drive In“ verkauft diese Spezialität nun seit über 70 Jahren und verwendet immer noch die Originalrezeptur aus dem Jahr 1946.

Ariston Café in Litchfield, Illinois

Route 66 Roadtrip: Der ultimative Leitfaden (Deutsch) (39)

Das Ariston Café wurde 1924 von dem griechischen Immigranten Pete Adam eröffnet. Es gilt als eines der ältesten, wenn nicht sogar das älteste Café an der Route 66. Das beste dabei ist, dass es auch heute noch geöffnet ist.

Big Texan Steak Ranch in Amarillo, Texas

Route 66 Roadtrip: Der ultimative Leitfaden (Deutsch) (40)

Aufgrund seiner 72OZ Challenge ist das Restaurant eines der bekanntesten in der Region. Wer es schafft allein innerhalb von einer Stunde ein 2 KG Steak inklusive Beilagen zu essen, muss dafür nichts zahlen. Wer es nicht schafft oder eine der Regel (z. B. nicht aufstehen, sich nicht von anderen helfen lassen, etc.) missachtet muss den kompletten Preis in Höhe von 72 $ bezahlen. Natürlich gibt es auch normale Gerichte. Des Weiteren gibt es auf der Ranch auch ein dazugehöriges Motel.

Wo gibt es Route 66 Souvenirs und Andenken?

Entlang der Route 66 gibt es Dutzende Geschenkgeschäfte. Das wohl bekannteste ist der „Last Stop Shop“ am Santa Monica Pier. Dort können Route 66 Fans Souvenirs wie Tassen, Kennzeichen, Aufkleber, Surfbretter, Flaggen, Mini Tankstellen, Schlüsselanhänger, Feuerzeuge und sogar Nagelknipser erwerben. Für Menschen, die bereits einen Route 66 Roadtrip hinter sich haben und nachträglich nach einem Andenken suchen oder ein Geschenk für befreundete Route 66 Fan erwerben möchten, können von Deutschland aus trotzdem an Souvenirs kommen:

Möglichkeit 1: AufAmazon (*)gibt es über 10.000 Artikel (Stand: April 2022) rund um die Route 66. Die meisten davon lassen sich bequem nach Hause liefern. Mein Favorit ist das Blechschild auf der rechten Seite.

Möglichkeit 2: Bei div. Onlinedruckereien lassen sich für relativ kleines Geld Tassen, T-Shirts und Pullover mit einem individuellen Logo bedrucken und gestalten. Passende Route 66 Logos finden sich online zu genüge.

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Route 66 Roadtrip: Der ultimative Leitfaden (Deutsch) (2024)
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